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Koennen Reinkarnation und Christentum im Einklang stehen? Der Gedanke der Wiedergeburt – dass wir nicht nur eines, sondern viele Leben auf Erden leben, die von „Rastpausen" in der uebersinnlichen Welt unterbrochen sind – nimmt immer mehr Hand und Fuss in der westlichen Welt an. In Italien wird er noch unter vielen Aspekten missverstanden, da die starke katholische Tradition die absolute Wahrheit der christlich-katholischen Doktrin behauptet. Sie raten den Christlich-Katholischen von all dem ab, was als eine, weit von unserer Mentalitaet entfernten Doktrin angesehen wird und nur zu orientalischen Kulturen passt. Trotzdem fuehlen sich auch in diesem Land viele Personen, und nicht nur junge, wie man oft behauptet, von der Idee der Reinkarnation angezogen. Fuer sie scheint sie eine natuerliche Entwicklung einer divinen Zeichnung, die keine Ungerechtheiten und Bevorzugungen von Seiten der Goettlichkeit erlaubt. Heute limitiert sich der Gedanke der Reinkarnation nicht am Verstehen der Anhaenger des Buddhismus oder anderer orientalischer Glauben. Tatsaechlich sehen wir durch das direkte Studium des Buddhismus, sowie auch anderer Quellen, wie die Basen dieser bestaetigenden Theorie des Prinzips des Lebens und der Gerechtigkeit in Wirklichkeit stark und harmonisch sind, wenn er von klaren menschlichen Einschaltungen, die wir in jeder Religion finden, zerlegt wird. Man entdeckt auch, wie sich die Theorie der Wiedergeburt klar mit der Lehre der Liebe von Jesus Christus ausgleicht – mehr als das der Fall vieler Dogmen ist, die im Laufe der zweitausendjaehrigen Geschichte des Christentums von Menschen geschaffen wurden. So sehen wir, dass der Gedanke der Reinkarnation heute einen Windstoss voll Neuigkeiten und Hoffnung bringt, der in der westlichen Gesellschaft immer staerker wird. Viele wissen nicht, dass am Anfang auch das Christentum mit diesem Gedanken einherging, und dass jedenfalls die Wiedergeburt seit jeher Grund zahlreicher heftiger Diskussionen unter den Theologen ist. Origines (ca. 185-254), einer der Vaeter der Kirche, erklaerte das Vorleben der Seelen. Dies schien ihm die logische Konsequenz der Doktrin der Unsterblichkeit. Und Origines konnte seine Irritation nicht beherrschen, die die Ideen seiner Zeitgenossen, betreffend dem Tag des Gerichts und der Auferstehung der Toten, in ihm hervorriefen – fuer ihn unakzeptable Konzepte. Trotz der wenig korrekten Umstaende, die das Konzil von Konstantinopel von 553 umgaben, wurde die scheinbare Verurteilung der Lehre der Reinkarnation und anderer Lehren von Origines allgemein von der Kirche akzeptiert. Aber in Wirklichkeit ist die Entscheidung des Fuenften Oekumenischen Konzils (Zweite Konzil von Konstantinopel), welche die Verurteilung bestaetigen sollte, als ungueltig zu betrachten – denn es war kein einziger Vertreter aus Rom anwesend. Papst Vigilius war in Konstantinopel. Aber er weigerte sich, am Konzil teilzunehmen. Tatsaechlich protestierte er spaeter vehement gegen diese Entscheidungen. In Wirklichkeit erklaerte Kaiser Justinian - der Papst Vigilius viele Jahre gefangen hielt um absolute Herrschaft auszuueben - das Konzil fuer gueltig. Darum wuerde heute technisch gesehen nichts die Kirche hindern, die Lehren von Origines wieder in Betracht zu ziehen. (Quelle: Catholic Encyclopedia, edition of 1913, IV, pages 308-9; page 311) In Nordeuropa ist der Gedanke der Wiedergeburt weitgehend akzeptiert. Auch wenn die Bevoelkerung der noerdlichen Laender vom Stamm her Christen sind (davon ist der ueberwiegende Grossteil protestantisch), sehen viele unter ihnen keine Zerwuerfnisse zwischen dem Glauben an Gott Vater/Mutter und dem Konzept der fortwahrenden Wiedergeburten auf der Erde, um zu lernen, geistig zu wachsen und gemachte und ertragene Ungerechtheiten auszugleichen.Vielen, sehr Vielen, scheint eine solche universale Ordnung richtiger, als die Idee, dass der Mensch nur ein Mal zur Welt kommt - reich oder arm, im extremen Orient oder in einer westlichen Grosstadt. Das Buch „Dem Licht Entgegen" bietet uns die folgenden Betrachtungen ueber die Gerechtigkeit Gottes: Welcher Gott
ist der gerechteste? Der, der den Menschengeist nach einem kurzen Erdenleben richtet; der blinden Gehorsam und Glauben ohne Verstaendnis fordert; der durch seine Sendboten verlangt, dass der rechte Glaube durch das Schwert verbreitet werde; der den Krieg heiligt; der als oberster Kriegsherr der einen oder der anderen, oder aller kriegfuehrenden Parteien auftritt, und so gegen sich selbst streitet; der ein Volk vor allen anderen auserwaehlt und es sein eigenes nennt? oder: Der, der den Menschen die erforderliche Anzahl Erdenleben gibt, um ihren Geist reif zu machen und die Macht der Finsternis zu ueberwinden; der niemanden zu blindem Gehorsam und blindem Glauben nach von Menschen aufgestellten Dogmen zwingt; der durch Seine Sendboten staendig den Menschen zuruft: Ihr sollt nicht toeten, nicht vergewaltigen, nicht rauben und nicht pluendern; der sich in Schmerz von den Menschen abwendet, wenn sie blutige Kriege fuehren; der nicht ein Volk auserwaehlt, sondern sagt: alle Menschen sind gleich vor mir, alle stehen meinem Vaterherzen gleich nahe? Es liegt an uns, auszuwaehlen. Was soll man von solchen Behauptungen halten? Was glauben? Wie erreicht man es, die Wahrheit zu finden? Der Mensch hat eine Gabe von Gott erhalten: das geistige Leben. Es ist das geistige Leben, welches uns von den anderen, auf diesem Planeten lebenden Wesen unterscheidet. Und das geistige Leben ist es, das uns die Intelligenz gibt, um auf die Fragen zu antworten, die wir uns stellen - allen unseren Warum – das geistige Leben in Zusammenarbeit mit einem anderen lebensnotwendigen Element: dem Gewissen. Durch das Gewissen koennen wir die Wahrheit erreichen. Denn das Gewissen ist das Parameter, welches uns erlaubt, zwischen Ordnung und Konfusion zu unterscheiden. Aufgepasst jedoch: oft sagt uns das Gewissen etwas, das im Gegensatz zu dem steht, was wir wahr glaubten – bis zum Moment wo wir uns in den Kopf setzen, eine Antwort fuer immer zu finden, wobei wir dem Weg der Objektivitaet folgen. Dem Gewissen folgen, kann schwierig sein. Es bringt eine Denkarbeit und eine erbarmungslose Offenheit gegenueber sich selbst mit sich. Diesen Pfad ist der Mensch nicht immer bereit, einzuschlagen. Manchmal ist es einfacher, schon gemachte Wege zu gehen. So enden wir auf diesen schon fertigen Wegen. Bis uns etwas besorgniserregendes geschieht. Vielleicht stirbt eine geliebte Person, und wir verstehen den Sinn eines solchen Verlustes nicht. Oder wir erkranken schwer und es passiert sogar, uns ueber Gott zu aergern, weil wir denken, diese Krankheit nicht zu verdienen... ohne zu wissen, dass Gott nichts mit der Krankheit und dem Tod zu tun hat – das sind Geschehnisse , die nicht zu Seiner Natur gehoeren. In solchen Momenten verliert mancher den Glauben, und mancher staerkt ihn. Aber alle fuehlen sich vor unverstandenen Fakten, die das Christentum nicht zu erklaeren weiss, verloren. Es befriedigt uns nicht der Trost des Paradieses, und der Tag des Gerichts laesst uns unberuehrt. Noch weniger befriedigt uns die Behauptung, dass Gott ein Mysterium sei und dass nur Er wisse, warum diese Dinge geschehen muessen.Was ist das fuer ein Gott, der die Wahrheit vor seinen Geschoepfen verbirgt? Man stellt sich wieder die gleichen Fragen, dringender als jeh: Warum musste das Leben dieser Person so kurz sein? Kommt sie ins Paradies? Oder in die Hoelle... Vielleicht koennte sie wieder zur Welt kommen; Gott koennte es so machen, dass sie unter uns wiedergeboren wird... Die Auferstehung des Fleisches ist von der intelligenten Person von vornherein zu verwerfen, wie es auch richtig sei: die irdische Materie, unser physischer Koerper eingeschlossen, unterliegt den Gesetzen der Natur, die Gott niemals bricht. Dies laesst uns die Moeglichkeit der Wiedergeburt des Geistes – in einem anderen Koerper, in einem anderen Moment. Oder im Null, im kalten Glauben (ja, auch das ist ein Glaube!) der Agnostiker, nach deren Meinung Gott nicht existiert, das Leben nur jenes ist, welches sich auf der Erde abspielt, und nach dem Tod – nichts mehr. Schoene Befriedigung, nach all dieser Arbeit... „Gott warum hast Du mir das angetan?" Diese verzweifelte Frage hoert man oft von denen, die Opfer der von den christlichen Dogmen verursachten Verwirrung geworden sind. Nicht Gott ist es, der die Ungerechtheiten im irdischen Leben ausfuehrt. Nicht Gott ist es, der entscheidet, eine von uns geliebte Person „wegzunehmen". Nicht Gott ist es, der uns die Krankheiten und die Leiden schickt. Wenn Gott Liebe ist, ist es leicht zu diesen Schlussfolgerungen zu kommen. Vor allem in der katholischen Welt ist das Konzept, „das eigene Leiden Gott anzubieten", sehr verbreitet. So scheint, als haette das Leiden mehr Sinn. Fuer Manche. Andere verbittern und verstehen nicht. Warum nur muessen wir leiden –scheint, als ob es Gott gefalle? Jesus litt am Kreuze, einverstanden, aber ich bin ein einfaches menschliches Wesen: warum soll ich leiden? Was kann ich nur Gott bieten? Dies ist das Gewissen, das sich rebelliert – und richtigerweise. Es gibt nichts Logisches im Konzept ‚das Leiden Gott zu bieten’. Gott ist nicht zufrieden, wenn wir leiden. Wenn wir Gott wirklich etwas Wertvolles anbieten wollen, gibt es genauso geltende Alternativen: bieten wir Ihm unsere Ehrlichkeit, unsere Neugier die Wahrheit zu erfahren, unseren Willen, Ihn besser kennenzulernen. Wir brauchen keine Angst haben, Ihn um Hilfe zu bitten um zu verstehen. Wichtig ist, diese Arbeit der Annaeherung ans Verstaendnis zu beginnen. Es ist eine Arbeit, die uns weit bringen wird, sehr weit, und die uns undenkliche Freuden geben wird – denn es gibt nichts Befriedigenderes, als alleine die Gewissheit der totalen und reinen Gerechtigkeit unseres Gottes und Vaters zu erreichen. „Suchet und findet" – diese Woerter aus der Bibel sind wahr. Aber es ist auch wahr, dass der, der nicht sucht, nie finden kann. Wer denkt, dass all das Wahre, das man im religioesen Bereich finden kann, schon gefunden wurde, irrt. Wie der gelehrte Wissenschafter nie aufhoeren wird, zu suchen und seine Entdeckungen zu entwickeln, so darf auch der Glaeubige nie vor einer schon ‚eingepackten’ Religion halt machen. In einem oder zwei Jahren wird der Wissenschaftler neue Entdeckungen gemacht haben, und so auch der Gelehrte im spiritualen Bereich. Der Mensch ist in fortwaehrendem Wachstum – vor hundert Jahren konnte er Sachen noch nicht verstehen, die heute logisch scheinen, und in hundert Jahren wird er zurueckschauen und unglaeubig die Finsternis beobachten, die den menschlichen Gedanken im Jahr 2000 umgab. Die Reinkarnation ist eine der Moeglichkeiten, die man mit mehr Eifer studieren soll. Sie ist nicht nur eine vages Konzept einer weit entfernten orientalischen Religion. Die Wiedergeburt koennte eine der Eternen Wahrheiten sein – unter den missverstandendsten und missbehandeltsten. Sie ist eine reelle Alternative zur Hoelle und dem Paradies aus unseren antiken, christlichen Traditionen und sollte gruendlicher studiert werden – sowohl von den Glaeubigen, als auch von den Theologen. U. S. Qvistgaard
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