|
Das Vorwort des Autors zur erweiterten Ausgabe von "The Ringbearer's Diary"
Einige Worte bevor Du beginnst So habe ich es endlich geschafft: eine Mappe – die Mappe. Wenn Du glaubst, ein Buch in Deinen Händen zu halten, dann bist Du falsch daran. Dies ist eine Mappe, eine Mappe des menschlichen Sinnes. Zahlreiche Jahre habe ich den Verdacht gehabt, daß Erzählungen über alte Karten wirklich nicht Geschichten über Schatzinseln mit versteckten Reichtümern sind, sondern über unseren Wunsch, den Reichtum zu finden. Diesesmal jedoch, ist es anders. Dies ist, wie ich schon sagte, die Mappe. Und ich kann Dir versichern, daß es etwas zu finden gibt, wenn Du den ganzen Weg zu gehen wagst. Für ein Ding: GELD. Und ich spreche nicht von Taschengeld, oh nein – wenn Du Deinen Weg mit Hilfe dieser Mappe findest, wirst Du unendlichen Reichtum finden. Auch gibt es darinnen einen Regenbogen und an seinem Ende, so wie es Dir jahrhundertelang erzählt worden ist, liegt der Topf vollgefüllt mit purem Gold. Versprechen wie dieses haben viele Personen dazu verleitet, das märchenhafte Königreich der Sinne zu betreten. Aber es gibt etwas hinterlistiges bei dieser Route durch den Sinn: Du wirst zuhören müssen. Stell Dir große Helden mit unzähligen, geformten, von Öl schimmernden Muskeln, ausgestattet mit Schwertern, Gewehren – oder vielleicht einer schnellen Schreibmaschine – vor, die dieses Königreich betreten nur um sich sagen zu lassen, daß man zuhören muß. Lege Dein Gewehr nieder und höre gut, sehr gut zu. Es ist ziemlich schwierig, Deine Ohren in die richtige Richtung zu wenden. Tatsächlich werden Dich seltsame Stimmen dazu verleiten, Deinen Kopf in die falsche Richtung zu drehen und wenn Du das tust, wirst Du erbärmlich scheitern. Aber ich vertraue auf meinen Leser und dies ist kein Buch für wenige Auserwählte. Dies ist ein Buch für jeden, der den ganzen Weg zurücklegen will, der suchen – und finden – will. Nichtsdestoweniger kann man ein Geheimnis nicht einfach so preisgeben. Also habe ich, um diese Mappe funktionstüchtig zu machen, eine Reihe von Fallen darin aufgestellt. Wenn Du nicht achtsam bist – wirst Du ganz einfach aus dem Buch herausfallen. Laß mich Dir einige Beispiele zeigen: Zu
allererst sind einige wirklich wirksame Fallen bereits in der Einführung
versteckt. Ich dachte: wir müssen sichergehen, daß diejenigen, die das wirkliche
Buch betreten (der zweite Teil: DER RING UND DIE PYRAMIDE) ziemlich
sicher sind, Karten des Sinnes ernst zu nehmen. Denn wenn sie es nicht sind
– hoppla – werden sie nur nach wenigen Seiten durch den Boden des Buches
durchfallen. Und Du mußt dem Pfad folgen, der durch den gänzlichen ersten
Teil des Buches (WOLFGANG) führt, um den zweiten Teil verstehen zu können. 1) Ein gut bekannter Musikrezensent sagte zu mir: „Wenn Sie einst Wagner waren, warum haben Sie uns nicht etwas erzählt, was wir noch nicht wissen?“ Das Problem dieser Person, wie Du siehst, war dieses: er dachte, daß es möglich wäre nur das Kapitel über den Wagner-„RING“ zu lesen. Und so hat er den Punkt übersehen (es ist möglich, daß das auch einigen Tolkien-fans passieren kann), daß dies nicht ein Buch über den Wagner Ring oder Tolkien´s Herr der Ringe ist – dies ist darüber, was möglicherweise hinter den Wagner und Tolkien Ringwerken liegt. Aber Du mußt das gänzliche Buch lesen, um das zu verstehen. Nur wenn Du das machst, wird es Dir möglich sein zu sehen, daß sowohl Wagner als auchTolkien das Geheimnis Des Verfluchten Ringes kannten und auch verstanden. Und sie wußten auch, daß die Bloßlegung des Ringes eine Rückkehr zum wirklichen menschlichen Sinn bedeuten würde – welcher jahrhundertelang von ihm verdeckt war. Das war eine Falle, der man ausweichen mußte. Erlaube mir, Dir einen kleinen Rat zu geben: ein guter Autor sagte einst, daß, um ein Buch verstehen zu können, man es wahrscheinlich mindestens fünf Mal lesen muß. Ich habe beschlossen, mit meinem Leser nachsichtig zu sein – zweimal. Tatsächlich brauchst Du bis zum zweiten Mal das Buch nicht wirklich zu verstehen. Es ist, wenn Du es wieder liest, daß Du Dich selbst Dinge wie „oh“, „ich sehe“, „nun habe ich verstanden“ usw. ausrufen hören wirst. 2) Ein Kritiker machte das Buch lächerlich indem er behauptete, daß ich selber das Chakra-System erfunden hätte. Gut, einige meiner Leser werden das Chakra-System nicht kennen, aber hoffentlich sind sie weiser als dieser Kritiker. Anscheinend dachte er folgendermaßen: „Ich habe von diesem Chakra-System nie etwas gehört, deshalb muß es eine eigene Erfindung des Schriftstellers sein. Es ist ungesund, solch ein System zu erfinden von dem du Antworten auf alle deine Fragen erhalten kannst“. Ich vertraue darauf, daß der gegenwärtige Leser mein Freund ist, und ich kann Dir versichern: ich habe das Chakra-System nicht erfunden. Ich kann es lediglich sehen und es beschreiben und, um ganz ehrlich zu Dir zu sein – ich finde es aufregend und wunderbar, daß es endlich möglich ist, Antworten zu erhalten. Offenbar glaubte dieser Mann, ein Experte des menschlichen Sinnes in solch einem Ausmaß zu sein, daß er davon überzeugt war, bereits die Geheimnisse des Sinnes zu kennen. Also, warum sich mit der Lektüre erst quälen? Dies erspart jenen Lesern Zeit, die den Sinn bereits in- und auswendig kennen – sie brauchen nicht weitergehen. 3) Ein Verleger gab das Buch zurück (natürlich mit der Verweigerung es zu veröffentlichen) mit der Begründung, daß es „unzusammenhängend“ sei (wirklich meinte er, es sei ein Dreck). Dieser Mann verfehlte den gesamten Punkt gänzlich, den Punkt, den ich zu Beginn dieser Einführung zu erklären versuchte: Du mußt zuhören. Und nun kann ich Dir das Geheimnis dieses Buches verraten – Dir erzählen, wie man es liest: Du mußt dem Gedankenfluß lauschen. (Irgendwie scheint das offensichtlich zu sein, wenn Du Dir der Tatsache bewußt bist, daß Du gerade beim Erforschen des menschlichen Bewußtseins bist). Der gesagte Verleger vertrat die Idee, daß „richtige Bücher eine chronologische Ordnung haben müßten, daher kannst Du nicht auf diese Weise in der Zeit vor und zurück springen “. Gut, er fiel aus dem Buch heraus. Vielleicht kannte er die erste Regel betreffend unbekannter Gebiete nicht: Du mußt dem Pfad folgen – so wie im Falle von Mirkwood in Tolkien´s The Hobbit. Du mußt dem Weg folgen, wo er Dich hinführt anstatt zu sagen: „Ich glaube, die Straße sollte geradeaus führen, statt dessen ist dort eine Rechtskurve. Ich zu meinem Teil werde geradeaus weitergehen.“ So wurde er von den Spinnen gefangen und fand das Gold am Ende des Regenbogens nicht. Deshalb
sei leise in Deinem Inneren – und höre zu... Peter
Kjærulff
The
Ringbearer’s Diary
kann
nun bei Altre Menti Edizioni bestellt
werden. Der Preis des Buches beträgt
|