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Einführung
zu „The Ringbearer´s Diary“ oder – was (wer) ist Der Ring?
Gott
weiß selbstverständlich, daß die traditionelle Wissenschaft mit einem
Problem kämpft, dessen Spuren durch die Jahrhunderte zurück verfolgt
werden können: alle Forschungsergebnisse sollten für
wissenschaftliche Beweisführungen gemäß bereits bestehenden Kriterien zugänglich
sein. Folglich würden weite Gebiete des menschlichen emotionellen
Ausdrucksfeldes außer Reichweite sein. So wie es für jeden augenscheinlich
ist: einige Welten der menschlichen Gedanken, Gefühle, Verhaltensmuster,
Emotionen – sind evasiv, wenn es zur Beweisführung und statistischen
Fakten kommt. So haben Jahrhunderte hindurch große Künstler (in ihrer Kunst) Großes
über die Konditionen des menschlichen Lebens gesagt. Man könnte ein Buch
über Moral, Ethik und menschliches Benehmen in romantischen Opern schreiben
– und viel über die Menschheit aus den Charakterrollen
in den Opern von z. B. Verdi, Puccini, Wagner und R. Strauss schließen. Ich habe solch ein Buch geschrieben. Es ist die Geschichte der Schaffung des Ringes, der destruktiven Kraft Des Ringes über 14.000 Jahre hindurch und die Bloßlegung, die Zerstörung des Ringes. Der Titel des Buches „THE RINGBEARER`S DIARY“ zeigt an, daß jemand (wie Frodo in Tolkiens „Der Herr der Ringe“) die Aufgabe gemeistert hat, diesen Ring zu tragen (neutralisieren) – von den Tagen seiner Kreation an, bis zum Tage seines Todes. Da die Haupteigenschaft des Ringes die Verdeckung des menschlichen Bewußtseins ist – hat das Buch vor allem drei Aufgaben: 1. In Details das menschliche Bewußtsein zu beschreiben. 2. In Details zu beschreiben, wie dieses menschliche Bewußtsein verdeckt wird. 3. Die Geschichte und die Entwicklung Des Ringes von seiner „Geburt“ an bis zu seiner Zerstörung zu verfolgen – indem es eine Analyse der zwei Hauptwerke darüber beinhaltet: Wagners „Ring des Nibelungen“ und Tolkiens „Herr der Ringe“. Es ist
nicht schwierig sich vorzustellen, daß Punkt 1 und Punkt 2 zusammen ein
Schlachtfeld formen, wo manchmal 1, manchmal 2 der Stärkere ist. Dieser
Kampf ist (durch die intuitive Vision des Künstlers gesehen) ein Kampf
zwischen Gut und Böse – ein für Forschungen in Universitätslaboratorien
ungeeignetes Thema. Und doch ist es ein Thema von allergrößter Bedeutung für
die Menschheit, so kann Gott Pläne haben und die Wissenschaft weiß nichts
darüber: wie die wahre Enthüllung darüber, was das Leben bedeutet –
ausgedrückt und beschrieben durch zum Beispiel – Kunst. Das dritte Thema von THE RINGBEARER’S DIARY beinhaltet auch eine Beschreibung der Forschungsmethode. Diese Methode ist nicht traditionell – sie ist „eigenartig“, aber sie muß hier kurz erwähnt werden: (Um nähere Informationen, siehe „A Letter to Eleven Nobel Prize Winners“) vor ca. 36 Jahren begann eine Geschichte, sich in meinem Kopf anzuhäufen – eine Geschichte, die ich nur als Erinnerungen an vergangene Leben sehen konnte, eine Geschichte, die so viele Stücke an kultureller Information und so viel Logik enthielt, daß ein Besitzer einer Second-hand-Buchhandlung darauf sagte (nach der Lektüre des Buches): „Entweder hast du 30.000 Bücher gelesen, oder du hast recht“. Wagner
selbst erwähnt die Wiedergeburt in seiner Skizze für die unkomponiert
gebliebene Oper „Die Sieger“ und in der Gestalt der
Kundry in „Parsifal“, aber meine persönliche Aufgabe war noch groß,
denn das, was ich erfuhr, war keine „symbolisch logische“ Folge
von Ereignissen, wie wir sie, sagen wir, in einem Science-fiction
Roman finden würden. Das, was ich erfuhr, hatte den Charakter einer einfachen
Erinnerung an Kohärenzen zwischen einigen der außergewöhnlichsten,
großen Künstler unserer Kultur, wie Homer, Platon, Leonardo da Vinci,
Shakespeare, Mozart und Wagner. Die Geschichte entfaltete sich von selbst,
indem sie zeigte, daß diese Personen Ausdrucksformen von ein und derselben
Persönlichkeit in verschiedenen Inkarnationen waren. Wagner selbst kam dem
sehr nahe, indem er sagte, daß er in seiner Kunst die Welt von Platon,
Shakespeare und Beethoven verkörpert. Er wurde deswegen als Prahler
angesehen. Aber was, wenn er wirklich recht hatte – ausgenommen von
Beethoven, wo man Mozart lesen soll? Aber die Geschichte insistierte weiterhin darauf, daß dies der Weg war, wie sie erzählt werden wollte. Und so erzählte ich sie. Hier ist sie – für jeden lesbar. Und sie ergibt einen Sinn. Ich schreibe diesen Artikel für Leser, die an Wagner interessiert sind. Oder – das ist der praktische Grund –Wagnerbegeisterte baten mich, über The Ringbearer´s Diary zu schreiben. Aber das Thema der Geschichte würde auch für Tolkienleser, Philosophen, Psychologen, Geistliche – und all jenen von Interesse sein, die in parapsychologische Bereiche forschen. Der „Held“ ist - noch immer – der Ring – und Wagner, Tolkien, Philosophie, Psychologie, Religion, usw. treten ins Bild auf Grund des Ringes. Er verschleiert alles, er hat Behauptungen zu machen, er hat etwas über jeden Aspekt des menschlichen Lebens zu sagen. Und da ich in meinem Buch alle Details des Ringes umfasse, umfaßt das Buch auch viele Aspekte des menschlichen Lebens. Durch meine 36 Jahre langen Forschungen, um dieses Buch zu vervollständigen, habe ich die Traum- und Mythensprache studiert. Und wenn du so weit kommst, daß du fähig bist, diese Sprache – die als normale Sprache wie Dänisch benützt werden kann – zu verstehen, dann wird es klar, wie klug und peinlich genau solch ein Künstler wie Wagner war. Es gibt keine Zufälle. Jede kleine Randbemerkung im Text, jede Farbe im Orchester, jede Beschreibung der Inszenierungsdetails wie Szenographie und Bewegungen ist dort zu einem Zweck. In diesen Tagen (2003) scheinen alle Opernbegeisterte darin übereinzustimmen, daß Wagners Musik wunderbar ist. Aber noch immer sehr wenige Direktoren, Dirigente, usw. nehmen es als selbstverständlich, daß Wagner wußte, was er tat – auch bei der Beschreibung der Aufführung, die er auf der Bühne sehen wollte. Wenn
Werke wie „Der Ring des Nibelungen“ gemäß Wagners Absichten aufgeführt
werden (Wasser ist Wasser, ein Schwert ist ein Schwert, ein Baum ist ein
Baum) – öffnet sich eine neue Welt. (Das ist nicht der Fall, wenn Wasser
ein Parkplatz ist, ein Schwert eine Kanone und ein Baum ein Bulldozer ist.) Der Ring attackiert alle – von Kopf bis Fuß, vom göttlichen Selbst zum Alltagsbenehmen – von der Schicht der Götter zur weltlichen Schicht des Bewußtseins. Wenn du Wagner und Tolkien kombinierst, weitet sich die natürliche Perspektive. Könnte es derselbe Ring sein? Welche Parallelen finden wir – obwohl Tolkien selbst erklärte, es gäbe keine Ähnlichkeiten, außer der Tatsache, daß beide Ringe rund sind? Sehen wir mal: 1.Tolkiens
Werk besteht aus einem „Vorspiel“ (Der kleine Hobbit) und aus drei
Hauptbüchern (Die Gefährten, Die zwei Türme und Die Wiederkehr des Königs). In beiden Werken: 2. Der Schöpfer Des Ringes möchte ihn für böse Machenschaften benützen, um etwas Gutes für sich selbst zu tun (das ist auch der Fall mit Gyges` Ring, von dem Platon im „Staat“ erzählt). Folglich: sowohl der Schöpfer, als auch Der Ring sind Vertreter Der Finsternis. 3. Beide Schöpfer (Alberich in Wagners Werk und Sauron in Tolkiens Roman) verlieren den Ring kurz nach seiner Kreation. 4. Der Ring kann nur neutralisiert werden, indem er zum Ort seiner Herkunft zurückgebracht wird (Wagner: Wasser, Tolkien: Feuer) 5. Der Ring selbst scheint, die ihn tragende Person zu dominieren – und wünscht, immer höher und höher hinaufzuklettern, um dort zu sein, wo sich die mächtigste Person befindet. 6. Auf diese Weise wünscht er teilweise seine eigene Zerstörung (ohne es zu bemerken), da er so schlecht ist, daß er sogar die Person verschlingen will, die ihn geschaffen hat. Wie eine Mistel auf einem großen Baum, dessen Plan die Vernichtung des Baumes ist, um der oberste Herrscher zu werden. Oder die Geschichte der Fischerfrau, die Gott sein möchte und dann wieder im Graben (orig. „Pißputt“) endet. 7.
Tolkien: wenn du Den Ring trägst,
wirst du unsichtbar. 8.
Tolkien: in „Der kleine Hobbit“ haben Bilbo und Gollum einen
Ratewettbewerb, worauf sie ihr Leben setzen. 9.
Tolkien: Smaug, der Drache liegt auf einem Haufen von Gold und Juwelen. 10. Beide Werke handeln von Gut und Böse auf breiter Skala. Nicht einfach eine Fehde zwischen sympathischen und unsympathischen Leuten. 11. In keinem der beiden Werke wird der eine und einzige Gott erwähnt – aber er existiert klarerweise – bei den Göttern von Wagner finden wir die Ethik der ewigen Gesetze – und das Gleiche kann über Tolkien´s Werk gesagt werden. 12. Die
Zerstörung des Ringes markiert das Ende einer alten Weltordnung und
den Beginn einer neuen. 14. In beiden Werken muß das gebrochene Schwert wieder geschmiedet werden. Der Zauber des Ringes (direkt und indirekt) hat den letzten Besitzer des Schwertes zerstört. 15. Der
erste Effekt des Ringes ist Brudermord. Fafner tötet Fasolt, woraufhin er in
einen Drachen verwandelt wird und sich in seiner Höhle versteckt. In
Wirklichkeit kann er den Ring nicht verwenden. 16. Die Frau, die den Helden liebt, der das zerbrochene Schwert wieder zusammenschmiedet – ist eine unsterbliche Person, die in eine sterbliche verwandelt wird. Arwen unterwirft sich diesem Prozeß freiwillig; Brünnhilde wird abgesetzt, als sie unachtsamerweise die Ideologie des Rings benützt. Die Parallele ist nur indirekt, aber noch immer bedeutsam.
Keiner
von beiden hätte dies natürlich geglaubt oder sogar in Betracht gezogen,
als sie ihre Werke verfaßten. Tolkien unterstrich sogar ziemlich stark
seine Abneigung zu jedweglichen Allegorien zu seinem Buch. THE RINGBEARER`S DIARY erzählt somit eine Geschichte von Ereignissen, die vor ungefähr 14.000 Jahren in Atlantis (vgl. Tolkien´s „Numenor“ in „Das Silmarillion“) begannen. Es wird berichtet, wie der Ring geschmiedet worden ist, wir folgen den Personen, die in sein Muster gezogen wurden (die „Ringträgergruppe“) – und in Bezugnahme auf Wagner´s Ring und Tolkien´s großem Roman können diese uralten Ereignisse – tausende Jahre später - in Kunstwerken beschrieben gesehen werden. Der Zusammenhang zwischen wirklichen Begebenheiten und Kunstwerken, nimmt deshalb die Perspektive oder das Vergnügen nicht weg, diese Werke zu lesen oder anzuhören. Ganz im Gegenteil: die Werke werden noch erstaunlicher, als sie bereits sind. Im Fall von Wagner, erklärt die uralte Geschichte sehr viel über die Handlung, die Personen und die Symbolik in „Der Ring des Nibelungen“, und es wird sogar noch deutlicher, daß ein Baum ein Baum sein soll (usw.). Denn in der Sprache der Mythen und Träume sind diese Details wichtig. Höre nur ´mal diesen zwei „Versionen“ eines gleichen „Traumes“ zu:
Die
erste Version handelt von einem Mann, der
seine eigene Emotionsschicht betritt, wo er fähig ist zu atmen (er ist von
seinen Gefühlen nicht überwältigt). Einige Aspekte von genuiner, natürlicher
Erotik (die Meeresnixen) bitten ihn, die schönen Werte von genuinem
erotischem Kontakt wiederzufinden. An diesem Punkt möchte ich etwas sagen, dessen Klärung für mich von großer Wichtigkeit ist. Wenn ich auch ungewiß bin, ob es für mich möglich sein wird, in nur wenigen Worten mitzuteilen, wie wichtig das ist. Und Leser, die nicht viel über Opern wissen – oder nicht wirklich an Opern interessiert sind, können diesen Absatz gänzlich überspringen. Aber bitte, tu es nicht – versuche, mir mit Vertrauen zuzuhören, wenn ich es zu erklären versuche: Wenn die Musik komponiert ist, um Beispiel eins zu entsprechen – dann schändet man die Musik, die Botschaft, den Komponisten, die Kunst und somit die mögliche Verbindung zu Gott-hinter-allem, wenn die Aufführung parallel zu Beispiel zwei ist. Ein
Beispiel: Vor nicht allzu langer Zeit sah ich in Kopenhagen eine Aufführung
von Wagners „Tristan und Isolde“. In dieser Oper von Wagner befindet
sich Liebe auf dem gleichen Niveau wie Shakespeares „Romeo und Julia“.
Diese beiden Werke sind vielleicht die profundesten, vollkommensten und
tiefempfundensten Beschreibungen von Liebe in
unserer gesamten Kultur. Wagner wollte ein Monument zu Ehren der Liebe
errichten, und der Text, das Stück und die Musik beschreiben eine Form von
Liebe, die unsterblich ist – zwischen zwei Menschen, die sich gegenseitig
so sehr lieben, daß sie sich selbst als eine Person betrachten. Sie fühlen,
als ob sie nie wirklich voneinander entfernt wären, und sie werden sich nie
trennen – sagen der Text, die Musik und die Inszenierungskommentare. Nicht
einmal der Tod kann sie trennen. Mein Rat ist: durch die Jahrhunderte hat der Ring soviel Chaos in der Hierarchie der menschlichen Werte geschaffen, daß es scheint, als ob diese Art von Inszenierung der des Komponisten vorgezogen wird. Der Ring – warum der Ring??? könnte jemand fragen. Was hat der Ring mit solchen Sachen, wie Filmszenographie und Opernaufführung zu tun? Die Antwort ist: Der Ring ist nicht zumindest an Filmen oder Opern interessiert. Sein Hauptinteresse besteht darin, jeden von uns einsam und depressiv zu machen, und deshalb zielt er darauf ab, jede Form von menschlicher Kommunikation, die suggeriert, daß wir nicht allein sind, zu zerstören. Ein Regisseur wie derjenige, der hinter der erwähnten Inszenierung von „Tristan und Isolde“ steht, ist sich nicht der Tatsache bewußt, daß die Oper von Dem Ring aufgeführt worden ist. Wahrscheinlich wird er nur ärgerlich werden, wenn ihm irgendjemand erzählt, daß er nicht in Wagners Idee hineinpfuschen soll. Der Ring ist der Bösewicht. Alberich und Sauron sind im Vergleich dazu zweitrangige Schurken. Der Ring wird sie genauso fressen – wenn es ihnen gelingt, ihn zurückzubekommen. ALSO WAS (WER) IST DER RING? Wagners „Ring des Nibelungen“ gibt die genauere Beschreibung über die Kreation des Ringes – in dieser simplen Behauptung: um die Formel zu finden, die einen befähigt, den Ring zu schmieden, muß man auf Liebe verzichten. Alberich verflucht dann die Liebe und kreiert den Ring. Für ihn ist „der Liebesverzicht“ eine unbedeutende Sache. Er kann sich immer noch Sex erzwingen, wie er sagt – und hat dabei bereits vergessen, daß das Problem Liebe war und nicht Sex. So kann er die darauffolgenden Auswirkungen der Schaffung des Ringes nicht voraussehen. An jedem Ort, wo man Liebe finden kann, wird der Ring sicher attackieren:
Die
Haupt-Anti-Liebe-Idee des Ringes ist die erwähnte: Destruktion kann
auf konstruktive Weise benützt werden. Man kann sogar rücksichtsvoll und
„liebend“ sein, wenn man diese Verhaltensweise annimmt: „Es ist zum
Guten des Landes, daß wir es bombardieren.“ (Anstatt denselben Geldbetrag
, der für die Rüstung erforderlich ist, dafür
zu benützen, ein Verstehen oder eine wahre Kommunikation zu erreichen.) „Über der Todesschwelle existiert ewige Liebe.“ Diese Idee ist einer der Grundsteine aller Religionen und Kulturen. Wenn alles andere fehl schlagt, kann man „auf der anderen Seite der Todesschwelle“ Hoffnung und Trost in der Idee der ewigen Welten finden, die immerwährende Werte, wie Liebe, Sorge, Gerechtigkeit und Harmonie enthalten. Aber wenn man die Liebe verflucht, kann der obige Ausspruch verdreht werden: Über der Todesschwelle finden wir ewige Liebe.
Enddrehung: Ewige Liebe führt
zum/verlangt den Tod. Der ursprüngliche Ausspruch ist sein eigener Widerspruch geworden – der Ring ist geboren. Auf Grund dieser Originalsentenz, die noch immer in dem Ring (obgleich in einer verzerrten Weise) eingeschlossen ist, wird er mit großer Autorität eine direkte Verbindung zu Gott verlangen. Seine Selbstsicherheit ist aus „göttlichen Proportionen“ – in einer Weise bekriegt er sich selbst. Und er hat mächtige Verbündete: die Idee, daß Zerstörung in einer konstruktiven Art verwendet werden kann, ist von der Kirche sanktioniert worden, die gewählt hat, den Tod Jesus´ als den Rettungsweg anzusehen – anstatt das Leben von Jesus als den Weg zur Rettung – und sein Tod ist eine Tragödie – eine peinliche Realität, mit der sich die Menschheit konfrontieren muß. „Wenn du dich selbst finden willst, mußt du deine Maske zerstören“ ist verdreht worden in: „Um dich selbst zu finden, mußt du dich selbst verlieren“. In „Der Ring des Nibelungen“ beschreibt Wagner, wie sogar die höchsten Schichten des menschlichen Bewußtseins von der Vergiftung angegriffen sind: am Beginn von „Das Rheingold“ macht der Gott Wotan einen Fehler: er verspricht den Riesen Fasolt und Fafner die Göttin der Liebe, Freia, als Bezahlung für den Bau von Walhall. Tatsache ist, daß es nie Wotans Absicht war, Freia in den Handel miteinzubeziehen; er wollte nur Zeit gewinnen, um in der Zwischenzeit ein anderes Zahlungsmittel zu finden. Dieses kommt nun zu ihm – in Form des Ringes – und die Riesen bekommen ihn (unter anderen Dingen) anstatt von Freia. So ist nun der Ring losgelassen. Wotan
bemerkt seinen schrecklichen Fehler – bis zum Ende von „Der Ring des
Nibelungen“ ist er die einzige Person, die mit Sicherheit weiß, daß
man Zerstörung nicht auf konstruktive Art benutzen kann. Siegmund droht, seine Geliebte und ihr ungeborenes Kind zu töten, wenn er sie nicht die ganze Zeit bei sich haben kann. Er benützt den Tod als Mittel, um Liebe zu erhalten – und ist aus der Geschichte raus. Brünnhilde,
Wotans Tochter, hilft Siegmund auf Grund dieser Drohung – und verliert
deshalb ihre Göttlichkeit. Sie wird „blind“ – der Ring schließt
sie in der Form einer Flammenmauer ein. Siegfried mißbraucht sein Schwert zweimal – er benutzt Zerstörung, um „Harmonie“ wiederzugewinnen. Somit verurteilt er sich selbst zum Tod. Und all das, all diese Miserie, ist das Werk des Ringes – nicht die Taten von Alberich oder Wotan. Zum Schluß, nachdem Brünnhilde mit dem Tod Siegfrieds konfrontiert wurde – versteht sie. Und sie schreitet durch die Flammen – hinaus aus einer alten Weltordnung und hinein in eine Neue. Die alte Welt stürzt zusammen, und auch Wotan geht „durch das Feuer“: er brennt freiwillig seine frühere Welt nieder. In THE RINGBEARER`S DIARY war es möglich in allen Einzelheiten zu beschreiben, wie die Gedankenmuster des Ringes unsere Gesellschaft und uns selbst beeinflussen – unsere Weltordnung. Als Kontrast dazu zeigen die wundervollen, positiven Finalen von Wagners Ring und Tolkiens „Herr der Ringe“, daß einige Künstler das Ende der gegenwärtigen „Ring-dominierenden“ Weltordnung, wo es noch immer „OK“ ist, Zerstörung als ein konstruktives Werkzeug zu benützen, gesehen haben. Der
Ring würde
sagen: „Der Mensch wird sich nie ändern, es wird immer Krieg geben.“
Aber der Künstler sieht das anders – sehr auf die Art, wie das
wundervolle Doppelzitat: „Gott
ist tot.“ (Nietzsche)
Oder:
der Tag ist nicht fern, da die ganze Menschheit verstehen wird, daß Krieg
(usw.) nie zu etwas Gutem geführt hat und nie zu etwas Gutem führen wird. Wenn
du die Visionen von Tolkien zu denen von Wagner dazugibst, weitet sich die
Perspektive und wird beinahe atemberaubend. Erlaube mir kurz zu erwähnen,
daß der eine
Ring in
Wagner´s Werk ein Ringsystem in Tolkiens
Roman wird: Durch eine genaue Studie kann man sehen, daß dieses Ringsystem der Mathematik entspricht, der Frequenzen des menschlichen Bewußtseins. Ich würde einen ganzen Artikel benötigen, um auch nur in Kürze erklären zu können, daß das menschliche Bewußtsein – wenn man es mit „Klarsicht“ sieht - aus sieben Haupt„prozessen“ besteht, die „Chakras“ (Sanskrit) genannt werden. Diese Prozesse haben die folgenden Frequenzen: 4, 6, 10, 12, 16, 96, 960 + 12. Die Ring-kombination von 1, 3, 7, und 9 Ringen kann durch einfache Addition (Verwandtschaft zwischen destruktiven Gedankenmustern) die ersten fünf Chakras bedecken. Die bleibenden zwei sind genauso verdeckt, da sie sich durch die Kombinationen der ersten fünf Bewußtseinschichten (Chakras) ergeben. Wie erwähnt,
beschreibt THE RINGBEARER`S DIARY das menschliche Bewußtsein (welches
nebenbei gesagt, mithilfe der Traumsprache ins Korridorsystem der
Cheopspyramide modelliert gesehen werden kann). Um den Ring zu sehen und bloßzulegen, muß er enträtselt und letztendlich zerstört werden. So ist er nun zerstört worden. Was wir von seinen Auswirkungen noch immer sehen und fühlen können, ist wie der Rauch und die Glut nach einem kürzlich gelöschten Feuer. Eine neue Weltordnung dämmert: lausche sehr sorgfältig der Luft – die globale Denkweise ändert sich gerade: Krieg ist nicht mehr ehrbar oder nützlich. Einige Politiker denken noch immer so – aber höre noch einmal sehr gut zu: sie sind eine Minderheit, und ihre Anzahl ist im Sinken. Peter
Kjærulff ©
Altre Menti s.a.s. 2003
The
Ringbearer’s Diary
kann
nun bei Altre Menti Edizioni bestellt
werden. Der Preis des Buches beträgt |
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