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 Das Mysterium des menschlichen Gehirns

Seit vielen Jahren versucht die Wissenschaft, das menschliche Gehirn zu verstehen. Große Schritte vorwärts sind gemacht worden – heute sind wir in der Lage, Gehirnimpulse zu „fotografieren" und festzustellen, in welcher Zone des Gehirns die Sensoren vieler Reize und Fähigkeiten konzentriert sind, die mit den verschiedenen Aktionen des Körpers, der Sprache, der Fähigkeiten Formen und Farben zu individuieren etc., zusammenhängen.

Vor 80 Jahren wurde die folgende Information durch das Werk „Dem Licht entgegen" veröffentlicht:

Die Persönlichkeit, die der sichtbare menschliche Körper darstellt, besteht also aus drei Faktoren: 1) Dem psychischen, 2) dem astralen und 3) dem physischen Gehirn, von welchen drei Faktoren nur der letztgenannte, infolge der Natur der Sache, in der irdischen Welt sichtbar ist. ...

Das physische Gehirn – der Aufnahme- und Mitteilungsapparat – ist anscheinend der einzige Faktor der menschlichen Persönlichkeit, als Organ, den die Menschen mit Leichtigkeit wissenschaftlichen Untersuchungen unterziehen können. Da aber die beiden anderen vorhandenen Faktoren keiner solchen handgreiflichen Untersuchung unterzogen werden können, wie sie dem physischen zuteil werden kann, waren die Menschen bisher nicht imstande, die beiden – nicht sichtbaren – aber sehr wichtigen Faktoren zu erkennen, wichtig, weil außerordentlich viel in der menschlichen Persönlichkeit einzig und allein durch das Vorhandensein dieser beiden obenerwähnten Faktoren erklärlich und verständlich wird.
(Seiten 337 und 341 in „Dem Licht entgegen")

Im Buch folgt eine präzise Beschreibung der verschiedenen Aufgaben, die den drei verschiedenen Faktoren/Gehirnen der Persönlichkeit unterliegen.

Anfangs, als man begann, das Gehirn zu erforschen, machte man Experimente mit Tieren, und auf Basis dieser Experimente versuchte man zu verstehen, wie auch das menschliche Gehirn funktionierte.

Tiere können jedoch dem Mensch insofern nicht gleichgestellt werden, da ihnen eines der drei Gehirne fehlt, welche also in Realität kollaborieren, um aus uns das zu machen, was wir sind: Wesen mit unabhängigen und streng persönlichen Gedanken.

Heute denken die Wissenschaftler endlich nahe einer plausibleren Erklärung vieler Fakten zu sein, für die sie noch immer keine befriedigende Antwort finden: sobald man eine Karte des Gehirns angelegt hat – sich auf Impulse basierend, die mit den ausgeklügeltsten, elektronischen Geräten empfangen worden sind  – sicher werden wir jetzt endlich alles über den Menschen wissen! Oder...?

Wahrscheinlich werden wir diese totale wissenschaftliche Rivelation über den Menschen und sein Verhalten nicht sehen. Aber falls eines Tages jemand die obigen Faktoren erforschen würde, gäbe es vielleicht eine Neuigkeit.
Das astrale Gehirn – welches auch ein Element des tierischen Organismus’ ist – befindet sich in einer Realität, die sich unserer direkten Wahrnehmung entzieht - zumindest wenn wir nicht hellseherische Fähigkeiten besitzen. Eine auch nur ein bißchen hellseherisch fähige Person kann das astrale Gehirn um den Menschen herum sehen: eine Art farbloser oder weißer Hülle, ein leuchtender Schein, der den ganzen Körper der Person umhüllt, mit einer stärkeren Ausstrahlung rund um den Kopf und den Schultern. Die Person, die fähig ist diesen weißen Schein zu sehen, verwechselt ihn oft mit der „Aura" einer Person – aber in Wirklichkeit kann man die Aura, die sich durch die große Anzahl und Vielfalt der Farben unterscheidet, nicht sehen, sofern es sich nicht um eine extrem begabte Person in der Fakultät des Hellsehens handelt.
Eine dieser Personen war zum Beispiel Padre Pio. Auch Jesus von Nazareth gehörte sicherlich zur Kathegorie dieser besonderen, extrem begabten Personen. Wie auch immer ist das astrale Gehirn nichts anderes als ein Behälter, in den man jede gelernte Bewegung, jede Geste und manual gelernte Fähigkeit schüttet.

In den gewohnten Handlungen – Autofahren, Tanzen, Klavierspielen, Kartoffelschälen – erkennen wir die geistige Abwesenheit, mit der wir diese Handlungen durchführen – als ob wir sie „automatisch" ausführen würden. Jedoch, manchmal „stolpern" wir – warum? Ein Beispiel: wir haben die Gewohnheit, einen Totoschein jeden Samstag morgen aufzugeben und sofort danach gehen wir unsere Lieblingszeitschrift kaufen. Eines schönen Freitags entscheiden wir uns, die Zeitschrift gleich zu kaufen, da wir uns in der Nähe der Trafik befinden. Samstag geben wir wie gewohnt unseren Totoschein in der Annahmestelle auf – und begeben uns sofort danach in die Trafik, wo wir dem Händler gegenüberstehen, ohne genau zu wissen, warum wir uns dorthin begeben haben, da wir ja die Zeitschrift schon den vorhergegangenen Tag gekauft haben....Die Gewohnheit, die Gewohnheit...Tatsächlich! Die Gewohnheit, die das astrale Gehirn sofort nach einigen wenigen Wiederholungen der Gesten lernt – wenn wir dann in Gedanken sind, leitet uns das astrale Gehirn zu den „Spuren", denen wir immer folgen, ohne uns darüber klar werden zu können, daß in diesem Moment diese Handlung überflüssig ist. Tatsächlich müssen wir unsere Erinnerung hervorrufen – unser psychisches Gehirn – um unseren Körper dorthin zu dirigieren, wo es rationeller ist, daß er hingeht!

Wer sich darüber wundert, wie Zugvögel imstande sind, den Weg in wärmere Länder zu finden – oder wie die Lachse, die den Fluß stromaufwärts schwimmen um zu laichen, sich am Ort wiederfinden wo sie zur Welt kamen – findet hier die Antwort in der Existenz des astralen Gehirns: Tiere folgen den astralen Spuren, die Generationen von Tieren der gleichen Spezies sozusagen in der Luft gelassen haben. Wahrscheinlich kann auch das Mysterium der Wale, die manchmal in großer Anzahl an den Küsten stranden, auf diese Art gelöst werden: vielleicht folgen sie einer sehr alten „Spur", die noch vorhanden ist, ohne dabei zu wissen, daß in der Zwischenzeit eine Insel aufgetaucht ist, oder daß sich eine Veränderung der Küste an dieser Stelle zugetragen hat. (Die Spuren können im Äther oft jahrhundertelang bleiben – und das ist die Erklärung vieler noch ungelöster Vorfälle, die noch in alten Häusern und Schlössern geschehen.)

Das astrale Gehirn besitzen auch Tiere, während sie sich nicht eines psychischen Gehirns rühmen können. Hier ist es, wo der Sitz von allem, was der Mensch an Unabhängigem besitzt, ist: unser Charakter, unsere Erinnerungen, unser Willen, unsere Gefühle. Die sogenannte „Aura" (nennen wir sie so, da nunmehr dieser Begriff der meistverbreiteste ist) ist der visible Ausdruck des psychischen Gehirns. In Wirklichkeit beginnen in diesem Gehirn alle unsere Krankheiten, und von hier gehen alle Überlegungen aus, die uns von der Stimme unseres Gewissens aus zu bewußteren menschlichen Wesen macht – um uns letztendlich zu einem verantwortungsvolleren Leben und ethisch in Harmonie mit unserer intimsten Persönlichkeit führt.

© Ulla S. Qvistgaard/Altre Menti Edizioni 2002-2004
Übersetzung: Susanne Nessl