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Bezüglich Fatima


Was sind Prophezeiungen? Das Werk „Dem Licht entgegen – eine Botschaft an die Menschheit aus der uebersinnlichen Welt" offenbart die Einzelheiten des Mechanismus, die hinter dem Phaenomen der verschiedenen Prophezeiungen stecken und welche die Menschheit (mehr oder weniger) verwirklicht gesehen hat. Heute stellt sich jeder die Frage: wie hat Ali Agca es gemacht, das Dritte Geheimnis von Fatima zu wissen? Dies kann ein Mysterium scheinen. In Wirklichkeit gibt es eine Erklaerung dazu, wie es sie auch auf viele andere Fragen, die sich die Menschheit von jeher stellt, gibt. In Wirklichkeit haben alle ein bisschen recht, was dies betrifft. Ab und zu zieht man die beruehmten Zenturien von Nostradamus aus der Schublade heraus, die von anderen Botschaften begleitet sind – die Visionen von Swedenborg, die erhaltenen Botschaften von Jakob Lorber, die Apokalypse von Johannes in der Bibel, die Schwarze Spinne; wer mehr davon hat, gibt noch mehr dazu. Aber was haetten die biblischen Prophezeiungen und die von Fatima (Salette, Medjugorje, etc.) mit denen „gewoehnlich Sterblicher" gemein?

Beobachten wir einen Moment ohne Unterschied, ohne zu schauen, ob sie vom sogenannten Volksglauben, von den verschiedenen Marien – oder von den misterioesen Daempfen, wo sie Nostradamus lass, stammen. Gemein haben sie eine sehr praezise Charakteristik: es handelt sich fast immer um zukuenftige Katastrophen, Kriege und verschiedene Horrore. Einige wenige Male wird ein „Zuckerl" nach all’ diesen traurigen Sachen dazugegeben- das man jedoch nur erhaelt, nachdem man tausend Hindernisse ueberwunden hat. Es wird „ewigen Frieden" geben, endlich werden sich die Menschen lieben und Gott naeher sein usw.. Aber nur wenn man die Qualen der Hoelle auf Erden uebersteht. Oder im Katholizismus: wenn man sich zum richtigen Glauben konvertiert.

Nehmen wir ein wenig Abstand, dann erblicken wir also eine Szene, die eher aussieht, als wolle sie die ganze Menschheit zittern lassen, anstatt sie Gott naeherzubringen.Was ist mit der Liebesbotschaft Jesus’ Christus’ geschehen? Jesus lehrte, wie man den wahren Gott, unseren Vater, vom Gott des Zorns der aeltesten heiligen Schriften unterscheidet – ein schrecklicher Gott, den man oft in den Legenden ueber die Schicksale des auserwaehlten Volkes Israels zwischen den Zeilen ahnt. In diesem Sinn verkuenden uns die Prophezeiungen eine Rueckkehr zu den angestammten Basen: als ob Jesus von Nazareth gar nicht gelebt haette.

Einen Moment: ist es vielleicht nicht wahr, dass auch Jesus sich mit einigen Prophezeiungen geruehmt hat? Da gibt es das beruehmte Beispiel der Vorhersagung der Zerstoerung des Tempels von Jerusalem. Hier muss man beachten, dass Jesus viele Dinge, die er laut Evangelium gesagt haette, nie ausgesprochen hat! Oft haben wir Saetze und Woerter in den Haenden, die erst in Epochen vieler Jahre nach diesen Evangelisten beigefuegt wurden. Dies gilt auch fuer die beruehmte „Prophezeiung" von der Zerstoerung des Tempels – sie wurde erst spaeter in das Evangelium aufgenommen, um der Lehre groesseren Glauben zu schenken, die Paulus von Tarsus um das herum aufgebaut hatte, was er ueber Jesus wusste. Tatsaechlich, wenn wir die Art des Wesens Jesus – gutmuetig, liebevoll, wenn auch von einer gewissen Festigkeit – mit der traurigen Prophezeiung des Tempels vergleichen, ebenso mit anderen Saetzen, die im Zusammenhang mit der Persoenlichkeit nicht uebereinstimmen, koennen wir uns leicht vorstellen, dass nicht alles, was wir lesen, der reinen Wahrheit entspricht. Wie im Antiken Testament der Gott Israels erst ein zuvorkommender Vater, dann aehnlich einem rachsuechtigen Genie ist - alles andere als geduldig, so erblicken wir auch im Neuen Testament einen Jesus mit doppelter Persoenlichkeit: einmal erklaert er geduldig den Leuten die geistigen Prinzipien, ein anderes Mal ist er ein „Gerichtefaeller", der den naechsten Untergang Jerusalems ankuendigt oder zumindest derer, die nicht seiner Lehre folgen. Dieses Verhalten ist weit fern von Jesus – wenn wir in eine persoenliche Kohaerenz von ihm glauben wollen.

Seit langer Zeit gibt es Propheten und Weissager. Der Mensch hat immer gewuenscht, sein Schicksal zu kennen – am liebsten auch die kleinsten Einzelheiten wie nur moeglich ueber seine Zukunft. Er fuehlte sich sicherer, wenn er gewusst haette, wogegen er sich verteidigen muesste, oder wenn er sich im Vertrauen, dass ihm nichts Boeses geschiehte, entspannen haette koennen.

Sehen wir nun, wie auch esoterische Lehren sich einer Erklaerung zu Nutze machen und vielleicht naehern sich diese Lehren der Wahrheit. Seit der Zeit der Begruender der Theosophie und der Anthroposophie wurde der orientalische Begriff „Akasha" benuetzt, um einen Punkt, einen „astralen" oder „aetherischen", nicht naeher definierbaren Ort, zu beschreiben, wo alle vergangenen, gegenwaertigen und zukuenftigen Geschehnisse aufgezeichnet sind, als ob alle Ereignisse dieser Welt vorherbestimmt seien. So als ob das „Karma" des Menschen auf Schienen eines hoeheren Willens gleitete, im Guten sowie im Schlechten – ein hoeherer Wille, der in dieser Optik mit uns „spielte", als ob wir Marionetten waeren. Und ‚Lebe wohl’ freier Willen.

Was ist der Ursprung der Visionen von dieser astralen Chronik? Wie bekannt ist, gibt es keinen Rauch ohne Feuer– aber die Erklaerung koennte anders sein als die, die wir erwarten. Wenn wir uns einen Moment vorstellen, dass der Kampf zwischen Gut und Boese eine kosmische Realitaet ist, deren Ursprung sich in der Zeit verliert, dann koennen wir eine Erklaerung durch die Informationen, die wir aus dem Buch „Dem Licht Entgegen" entnehmen, geben. In diesem Buch, das wegen seiner Art andere Realitaeten zu offenbaren, als wir gewohnt waren den Stempel der Wahrheit zu drucken, umstritten und diskutiert ist, finden wir jedoch wahrscheinliche Erklaerungen, mit dem Vorteil einer Moeglichkeit, auf unsere eigene Faust den dargelegten Behauptungen nachzuforschen.

Der Kampf zwischen Gut und Boese konnte insofern kein ausgeglichener Kampf sein, da das Gute – das Licht – schon eine primaere Position durch das Ereignis der Ausstrahlung Gottes eingenommen hatte. Wenn es nicht so waere, haette die Finsternis gewonnen - das Boese - und Chaos haette geherrscht in dieser Ordnung, die wir in der Natur, im Universum, ueberall sehen. Nachdem das Gute gewonnen hatte, entschieden sich die Vertreter des Boesen jedoch zum Gegenangriff – das Ende dieser Entwicklungen ist ausreichend in „Dem Licht Entgegen" erklaert, deshalb gehen wir hier nicht in Einzelheiten.

Eine der gewaehlten Waffen - um zu versuchen, Gott und das Gute vor einer wehrlosen Menschheit in Verruf zu bringen - war die Vorrausbestimmung einer Serie katastrophaler Ereignisse. Das Resultat einer solch realen Praesentation auf Erden waere die totalste Furcht vor Gott gewesen – die Angst von Seiten der Menschen vor der goettlichen Rache, die auf uns gefallen waere, wie Personen mit hellseherischen Faehigkeiten gesehen haben – Leute wie Nostradamus, Swedenborg, usw.. Die Hellseher konnten diese Ereignisse – zuvor nur immaginaer – sehen, da diese Bilder „gehoffter" Ungluecke (und in seltenen Faellen Nicht-Ungluecke) wie Filme in der Erdathmosphaere hingen.

Zu diesen hellsehenden Personen gehoeren auch die diversen Hirtenkinder, die die „heilige Maria" in verschiedenen Gelegenheiten gesehen haben. Diese Kinder wurden von Vertretern des Boesen im spirituellen Zustand heimgesucht (entweder tot, oder lebendig irgendwo anders im Tiefschlaf geloest – nach den Prinzipien der NDE), die ihnen dann einige vorherbestimmte Ereignisse „verrieten", die im Aether um die Erde herum hingen.

Zu welchem Zweck? Zum Zweck, noch mehr Furcht in der menschlichen Art zu schueren - insbesondere im Falle der Marien der Katholischen – um in uns die kreative Macht unseres Gedankens zu erwecken. In Wirklichkeit sind es wir, die unser Leben entscheiden. Und wenn wir ein Ereignis ganz besonders stark befuerchten, dass wir die Realisierung sehen – dann ist es geschehen: der Wunsch der Vertreter des Boesen, dem Guten und der Liebe Gottes entgegenzuwirken, hat sich verwirklicht.

Wollen wir noch zu diesem Spiel stehen?

In Basis auf die oben erwaehnte Erklaerung ueber die wirkliche Natur der Prophezeiungen haben wir auch die Moeglichkeit, auf die Frage zu antworten, wie Ali Agca es gemacht hat, den Inhalt des dritten Geheimnisses von Fatima zu kennen. Leicht. Wie bekannt ist, befinden sich auf der ganzen Welt hellsehende Personen und diese Faehigkeit kennt keine von Religionen oder Ideologien gesetzte Grenzen. Bevor man an einen „Spion" im Vatikan denkt, waere es logischer anzunehmen, dass irgend ein tuerkischer Hellseher das Bild des beschriebenen Beispiels des dritten Geheimnisses „gesehen" hat - und es dann dem erzaehlt/verkauft hat, der daraus politischen Vorteil ziehen koennte.... Wir befinden uns immerhin im Bereich der Finsternis.

Leider haben die langen Jahre der Verschwiegenheit um das dritte Geheimnis von Fatima nur dazu beigetragen, die Gedanken der Menschheit, die auf die eventuelle katastrophale und schreckliche Realitaet des Inhalts dieser Prophezeiung sich vorzustellen konzentriert waren, zu staerken. Nun fragt man sich, warum sich die Kirche entschlossen hat, dieses Geheimnis sogar bis nach dem Attentat auf den Papst 1981 und dem Fall der Mauer in Berlin 1989 zu bewahren. Warum ist dieses Geheimnis nicht rechtzeitiger verraten worden? Warum sind so viele katholisch Glaeubige in der Angst vor dem Inhalt des dritten Geheimnisses von Fatima gelassen worden, waehrend sie mit ihren Gedanken unnuetze Szenen von Tod, Krieg und Zerstoerung kreierten?

Unsere Gedanken sind hoechst kreativ – benuetzen wir sie deshalb im Dienste des Guten – des Lichts.

26. Juni 2000

© Altre Menti s.a.s.
Übersetzung: Susanne Nessl